Grisotto: Graupen-Risotto mit Rosenkohl

Der Herbst bringt eine meiner Lieblingsgemüsearten mit sich: den Rosenkohl. Ich kann es kaum beschreiben, wie glücklich ich werde, wenn ich die kleinen, grünen Köhlchen am Ende des Sommers zum ersten Mal im Supermarkt entdecke. Und wenn sie sogar regional oder zumindest aus Deutschland sind, werde ich natürlich noch glücklicher.

Noch eine Speise, die zu meinen Lieblingen gehört, ist Risotto. Und die beiden zu kombinieren, ist für mich schon ganz traumhaft.

Reis ist aber leider in Berlin nie regional oder aus Deutschland. Ich dachte, wie kann ich denn mein Risotto komplett regionalisieren? Die Lösung: Graupen statt Reis. Noch genauer: Gerstengraupen, die ich unverpackt im nächsten Bioladen kaufte. Das nächste Rezept ist also fast ganz regional und sogar fast Plastikfrei, und das Graupen-Risotto-Gericht bekam natürlich den unvermeidbaren Namen “Grisotto”.

Grisotto mit Rosenkohl und Kräuterseitlingen

  • Portionen: 2 sehr große oder 3-4 normale

Zutaten

  • 1 Zwiebel, fein gehackt
  • 12-15 Stück frischer Rosenkohl, ganz oder halbiert (wenn sie sehr groß sind).
  • 1-4 Kräuterseitlinge, in Würfeln geschnitten. Die Menge hängt von der Größe ab: Wenn sie so groß sind, dass man nur einen Pilz in der Faust halten kann, dann reicht nur einer. Wenn die Pilze kleiner sind, dann braucht ihr eventuell mehr. Die genaue Menge ist nicht SO wichtig. Zu viele Pilze kann es gar nicht geben...
  • 1 Glas (von 150-200 ml) Gerstengraupen (Weizengraupen gehen auch)
  • 1 Packung (200-250 ml) pflanzliche Sahne (Soja oder Hafer), am liebsten mit mindestens 15% Fett.
  • Zum Würzen: Salz, schwarzer Pfeffer, Prise Muskatnuss, Thymian, Basilikum (frisch oder trocken).
  • Zur Dekoration: ein paar frische Basilikumblätter (nicht nötig, aber macht Spaß).

Zubereitung

  1. Etwas Bratöl in einer tiefen Pfanne (oder im Wok oder im breiten Topf erhitzen).

  2. Den Rosenkohl und die Pilze hinzutun und weiter sautieren und braten, bis sie schön angebraten sind.

  3. Alle Gewürze - außer dem Salz - hinzutun, und gut vermischen.

  4. Die Graupen hinzutun und gut vermischen.

  5. Wasser hineingießen und gut umrühren.

  6. Die Pfanne abdecken, die Hitze aufs Minimum stellen und etwa 12-15 Minuten kochen lassen, bis das Wasser verschwindet (am besten auf die Augen und nicht auf die Uhr vertrauen - wenn es kein Wasser mehr in der Pfanne gibt, sind die Zutaten fertig gekocht).

  7. Nach Geschmack salzen.

  8. Die pflanzliche Sahne hineingießen und noch 2 Minuten auf der kleinsten Hitze kochen lassen, dabei umrühren (die Sahne lieber nicht zum Kochen bringen, da es Sorten bzw. Marken gibt, die zerfallen, wenn sie erhitzt werden).

  9. Die Kochplatte oder Gasflamme ausstellen, die Pfanne abdecken und etwa 5 Minuten stehen lassen, bevor das Gericht tischfertig ist.

Anmerkungen

  • Ich bin ein großer Fan von Kräuterseitlingen, aber jede Sorte von Pilzen geht, wie z.B. Champignons, wenn es keine Kräuterseitlinge im Laden gibt.
  • Um das Grisotto zum Hauptgericht zu verwandeln, könnte man auch gewürfelten Tofu (aus einer 200-Gramm-Packung) braten und hinzutun.
  • Statt Sojasahne kann man auch Kokoscreme verwenden. Das ergibt einen ganz anderen Geschmack, aber natürlich keinen schlechten Geschmack…
  • Nach demselben Prinzip kann man auch andere Gemüsesorten nutzen, z.B. Zucchini, Kohlrabi, Blumenkohl, Brokkoli etc. Ich würde aber empfehlennicht mehr als 2-3 Gemüsesorten zu verwenden, denn zu viele Geschmacksrichtungen verderben den Brei.

Ursprünglich aus Israel, wohne in Berlin seit 2013. Koche seitdem ich ungefähr 9 war, und Veganer seit 2011. Außer Kochen und darüber Schreiben bin ich Fan von Kunst, Musik, Filmen, Literatur, Fotografieren, Geschichte (habe sie auch studiert) und Katzen. Besonders Katzen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.