Vegane Auberginen-Pastete

Der typische Einwanderer erlebt täglich viele verschiedene, komische aber auch interessante Situationen, die ihn daran erinnern, dass er noch viel lernen muss, um das neue Land richtig zu kennen. Auch wenn das Land ihm nicht mehr so ganz neu ist.

Für mich sind die kulinarischen Erfahrungen selbstverständlich am interessantesten. Eine Sache, die mich immer verwundert, ist, wie wenig präsent Auberginen hier sind. Ich meine, nahöstliche bzw. mittelmeerische Spezialitäten sind hier schon ein selbstverständlicher Teil der Esskultur, und man kann überall Hummus, Falafel oder Döner/Schawarma finden, aber Auberginen-Gerichte? Kaum. 

Das ist zumindest meine persönliche Einschätzung. Seid Ihr anderer Meinung? Dafür gibt es den Kommentar-Bereich unten. 

Ich teilte hier schon einige Auberginen-Rezepte, aber das nächste ist jetzt mein neuer Favorit, vor allem, weil meine deutsche Bekanntschaft von ihm so begeistert war und gleich nach dem Rezept fragte. Dieses Rezept ist also für Euch. Ihr wisst schon, wer Ihr seid.

Noch eine kleine Sache vor dem Rezept: Meine Empfehlung ist, das Gericht aus mindestens 3 Auberginen zuzubereiten, die etwa 500 Gramm fertige Pastete ergeben. Der Energieverbrauch der Zubereitung ist relativ hoch (lange Ofenzeit in hoher Temperatur). Energetisch lohnt es sich mehr, eine große Menge zu machen. Keine Sorge, sie wird schnell aufgebraucht. Im Kühlschrank in einem geschlossenen Gefäß kann man die Pastete aber mindestens eine Woche aufheben.

(Fotogalerie unter dem Rezept)

Vegane Auberginen-Pastete

  • Portionen: ca. 500 g fertige Pastete (hängt von der Größe der Auberginen ab)
  • Zubereitungszeit: ca. 1,5 Stunden ( + ein paar Stunden abkühlen lassen)

Zutaten

  • 3 große Auberginen (ohne den grünen Halm, falls das erwähnt werden muss…)
  • Bratöl (egal welches)
  • 1 große Zwiebel, gehackt
  • 1 (kleine) Handvoll Rosinen
  • 1 Handvoll Walnüsse oder Pinienkerne (oder halb und halb)
  • Olivenöl
  • 2-3 EL Tahini (oder Mandelmus, wenn Ihr keine Tahini findet)
  • Zum Würzen: Salz, schwarzer Pfeffer, süße Paprika, etwas Kreuzkümmel, eine Prise Zimt

Zubereitung

  1. Den Ofen auf 220°C erhitzen.

  2. Die Auberginen in große Würfel schneiden, in eine verschließbare Schüssel tun und mit Öl übergießen (etwa 70-100 ml Öl). Die Schüssel bedecken und etwas schütteln, damit alle Auberginen-Würfel das Öl gut absorbieren.

  3. Die Auberginen-Würfel in eine große, flache Backform legen, am besten in einer einzigen Schicht.

  4. Die Auberginen in den Ofen stecken, für etwa 1 Stunde bzw. bis sie braun werden. Ab und zu umrühren, damit alle Würfel gleich braun werden. Wichtiger Hinweis: Je brauner die Auberginen werden, desto tiefer und intensiver wird der Geschmack. Aber passt auf und lasst sie nicht anbrennen!

  5. Jetzt habt Ihr eine kleine Pause verdient. Macht was Schönes.

  6. Etwa 15 Minuten, bevor die Auberginen fertig sind, etwas Öl in der Pfanne erhitzen und die Zwiebel goldbraun braten.

  7. Die Nüsse und die Rosinen auch in die Pfanne tun und 1-2 Minuten weiter braten. Vorsicht: Rosinen und Nüsse brennen ziemlich schnell an, also ständig umrühren oder sautieren. Wir wollen ihren Geschmack vertiefen, nicht kaputt machen!

  8. Die Auberginen zusammen mit dem Inhalt der Pfanne und dem Rest der Zutaten in eine Schüssel tun (oder in den Foodprocessor, wenn Ihr einen habt), und mit einem Handblender (oder im Foodprocessor) gut pürieren. Die Masse soll so kremig wie möglich sein, aber falls sie nicht ganz glatt ist, ist es nicht schlimm.

  9. Die Pastete kühlen lassen, am liebsten ein paar Stunden in einem gechlossenen Gefäß im Kühlschrank. Vor der Aufbewahrung ist es empfohlen, die Pastete mit einer dünnen Schicht Olivenöl zu bedecken, um sie vor Oxidierung zu schützen.

Ursprünglich aus Israel, wohne in Berlin seit 2013. Koche seitdem ich ungefähr 9 war, und Veganer seit 2011. Außer Kochen und darüber Schreiben bin ich Fan von Kunst, Musik, Filmen, Literatur, Fotografieren, Geschichte (habe sie auch studiert) und Katzen. Besonders Katzen.

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